Fasten
Regeln zum Fasten im Monat Ramadan
- Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang ist Essen und Trinken komplett untersagt
- Muslime sollen im Ramadan fasten, mehr beten und für wohltätige Zwecke spenden.
- Reisende, Kinder, Altersschwache, Kranke und Schwangere sowie stillende und menstruierende Frauen sind von der Fastenpflicht befreit.
Wann ist Ramadan?
Der Ramadan ist der Fastenmonat im Islam. Er dauert 29 oder 30 Tage und fällt jedes Jahr in eine andere Zeit - im Jahr 2022 auf den 02. April bis 02. Mai 2021. Vom 03. bis 05. Mai 2022 findet dann das Fest des Fastenbrechens, auch bekannt als Zuckerfest, statt. Da sich der Islam nach dem Mondkalender und nicht nach der Sonne und dem Gregorianischen Kalender richtet, hat das islamische Festjahr 354 statt 365 Tage. Dadurch verschiebt sich der Ramadan um zehn oder elf Tage pro Jahr nach vorn und durchläuft so allmählich alle Jahreszeiten. Als neunter Monat des Mondkalenders beginnt der Fastenmonat Ramadan mit dem Neumond. Deswegen wird der Beginn der Fastenzeit auch als "Geburt des neuen Mondes" bezeichnet.
Was ist Ramadan?
Der Ramadan erinnert an die Zeit, als der Erzengel Gabriel dem Propheten Mohammed den Koran offenbart hat. Er gilt als eine besonders heilige Zeit und ist der Monat, in dem Gott zu den Menschen spricht und die Gläubigen die Möglichkeit haben, sich intensiv mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. Das Fasten im Ramadan gehört zu den sogenannten fünf Säulen des Islam. Sie sind die wichtigsten Regeln des islamischen Glaubens und die Hauptpflichten eines Moslems.
Warum fasten Muslime?
Das Fasten soll um Allahs Willen geschehen und bedeutet, dass der Muslim oder die Muslima von Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang keine Nahrung zu sich nehmen darf. Die Gläubigen dürfen nichts essen, nichts trinken, nicht rauchen und sollen sich auch sexuell enthalten. Neben dieser "äußeren" Form des Fastens hat das Fasten noch eine "innere" Dimension. Diese besagt, dass sich die gläubigen Muslime noch mehr als sonst von Sünde fernhalten, sprich nichts Schlechtes reden, hören oder tun sollen. Fasten im Ramadan heißt für die Muslime auch zu erkennen, dass man als Gläubiger allein von Gott abhängig ist. Für viele Muslime ist der Ramadan eine ganz bewusste Auszeit für Körper und Geist, in der sie Ruhe finden und sich intensiv mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. Fasten bedeutet, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und auf das Überflüssige zu verzichten. Viele Muslime denken viel über Gott und sich selbst nach, beten intensiv und lesen den Koran. Im Ramadan geht es aber nicht allein darum, seine Beziehung zu Gott und dem Glauben zu vertiefen. Der Fastenmonat hat auch einen gesellschaftlichen Aspekt. Der am eigenen Körper empfundene Mangel soll die Muslime dazu bewegen, anderen zu helfen und Verständnis für arme und hungernde Menschen zu entwickeln.
